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Samsung Galaxy Note 7: Austauschprogramm gestoppt, Produktion eingestellt

Samsung Galaxy Note 7: Austauschprogramm gestoppt, Produktion eingestellt

Nachdem wir gestern über weitere brennende Samsung Galaxy Note 7 berichtet haben, gibt es heute ein offizielles Statement von Samsung. In einer Pressemeldung zieht die koreanische Firma die Notbremse. Sowohl Verkauf als auch Austausch der Geräte werden weltweit gestoppt. Auch Nutzer der Austauschgeräte sollen ihr Smartphone nicht mehr nutzen und ausgeschaltet an einen sicheren Ort legen.

Samsung wolle jetzt weitere Untersuchungen durchführen, um zu ermitteln, welche Bauteile für die Probleme verantwortlich sind. Ob das Gerät nochmal auf den Markt kommt, ist ungewiss. Da der Marketingname Galaxy Note 7 einen dermaßen schlechten Ruf hat, könnte es auch möglich sein, dass Samsung die Reihe gänzlich einstellt.

Als Zubehör für das Phablet wurde unter anderem eine neue VR-Brille vorgestellt. Diese wurde in Zusammenarbeit mit Samsungs Partner Oculus gefertigt. Jetzt hat Oculus seine VR-App zur Nutzung der Brille gesperrt, sodass Anwender keine Möglichkeit mehr haben, Inhalte mit der Brille zu konsumieren. Oculus argumentiert, dass es für Anwender tragisch enden würde, wenn ein Gerät direkt vor den Augen Feuer fängt. Zunächst ist die App für unbestimmte Zeit gesperrt, sodass es nach einer eventuellen Fehlerbehebung seitens Samsung möglich sein könnte, die VR-Brille wieder zu nutzen.

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Zunächst wurde vermutet, dass die Probleme von Samsungs hauseigenen Akkus stammen, welche auch in iPhones eingesetzt werden. Nach dem Austausch wurden nur noch Akkus eines Zulieferers eingebaut, die scheinbar sicher sein sollten. Seit einigen Tagen ist jedoch klar, dass das nicht das einzige Problem sein kann. Eine der aktuell plausibelsten Erklärungen ist, dass das Smartphone einen Konstruktionsfehler besitzt. So soll Samsung dem großen Akku im Inneren des Gerätes zu wenig Platz gegeben haben.

Da sich der Akku bei Ladung, Entladung und verschiedenen anderen Faktoren wie Temperatur und Luftdruck ausdehnen kann, braucht er im Gehäuse einen bestimmten Spielraum. Gibt es diesen nicht, bläht sich der Akku auf und fängt im schlimmsten Fall Feuer oder explodiert.

Spannend bleibt, ob Samsung das Gerät noch einmal auf den Markt bringt und alle Geräte ein weiteres Mal austauscht, oder ob das Smartphone nun komplett eingestellt wird. Solche Probleme sind keinem Hersteller zu wünschen, gerade wenn Anwender zu Schaden kommen. Nachdem das Gerät bei Tests Bestnoten sammelte, rechneten Analysten mit Rekordverkäufen. Der Akku-Gau wird Samsung viel Geld und manchen Manager den Job kosten.

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